Das Wandern ist der Vandalen Lust

Geschrieben von Brutus

Am 1. Mai war es wieder soweit: Die Vandalen zog es in die Ferne.

Traditionell schmierten wir uns ein paar Brote, packten einige Biere ein und schulterten unsere Rücksäcke. Ziel war die Elgersburg im gleichnamigen Nachbarort. Doch bevor wir dort hingelangten lag noch ein weiter Weg vor uns. Zunächst mussten wir das erste Hindernis überwinden, die Sturmheide mit 620 m ü. NHN.  

Für uns war es die perfekte Vorbereitung auf den alljährlichen Bierathlon. Bei diesem müssen vier Personen mit einem Kasten Bier vom Fuß bis zur Spitze des Ilmenauer Hausbergs Kickelhahn laufen und den Kasten dabei auch noch leeren. Die Rekordzeit  unseres Vandalen-Teams liegt bei 45 Minuten.
Nichtsdestotrotz, nachdem wir diese erste Hürde überwunden haben, ging es heiter weiter auf den Spuren von Goethe – welcher anscheinend auf jedem Wanderweg in und um Ilmenau unterwegs war. Das nächste Ziel auf unserer Wanderung war der Schwalbenstein, ein Fels in 690 m Höhe am Südostabhang des großen Spiegelsbergs, der als Flächennaturdenkmal ausgewiesen ist. Hier schrieb Goethe an einem einzigen Tag (19. März 1779) den 4. Akt der Iphigenie auf Tauris. Heute befindet sich auf diesem Porphyrfelsen eine Schutzhütte.
Auf dem Weg nach Elgersburg kamen wir an etlichen Quellen vorbei. Das Gebiet rund um Ilmenau  ist bekannt für seine über 50 Quellen und deren hervorragende Wasserqualität. Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter zum Kneippbecken. Dort nahmen wir uns eine kräftige Abkühlung im eiskalten Quellwasser. Allerdings trauten sich nur einige Bundesbrüder ins kühle Nass.

Als letzte Station  besuchten wir die Elgersburg.
Schloss Elgersburg beherbergt ein Restaurant, den Heimatbund Thüringen, ein IT-Unternehmen, Projektwerkstätten und die Tourismus-Agentur Geratal. Hochzeiten, Schlossführungen, wechselnde Galerien und Veranstaltungen im Rittersaal und auf der Bühne machen die Burg zu einem kulturellen Zentrum der Verwaltungsgemeinschaft.
Da das Wetter so schön war, entschieden wir uns nach Ilmenau zurück zu laufen, anstatt bequem mit dem Zug zu fahren. Wieder auf dem Vandalenhaus angekommen wurde der Grill aufgestellt, worauf Grillmeister Schiller unser Abendessen zu bereitete. Mit ein paar Bier und Liedern ging der Abend dann zu Ende.